Poetri (oder Capri32 für ISDN) ist ein Softwarerouter für xDSL von Herbert Hanewinkel. Hardware-Router arbeiten ähnlich. Anhand von Poetri werde ich beschreiben, wie ein Router für Doko bzw. Skat eingerichtet wird.
Router können mehrere Rechner an das Internet anbinden. Dabei besitzt das interne Netz eine externe IP-Nummer und mehrere interne IP-Nummer (192.168.x.x). Wenn der Router eine Verbindung aufbaut, ersetzt er die interne Nummer im Header durch die externe (NAT). Damit er weiß, zu welchem Rechner die Antwort gehen soll, fügt er eine Portnummer hinzu (Port-Mapping).Z.B. 192.168.1.2 in 62.148.54.196:61440. Die Port-Nummern werden in eine dynamische Port-Mapping-Tabelle eingetragen.
Doko zu spielen, ist hier ebenfalls kein Problem. Ausgehende Verbindungen werden korrekt zugeordnet. Einen Tisch zu eröffnen, ist jedoch zuerst nicht möglich, da Doko die externe IP-Nummer nicht kennt. Ab Version 3.01.04 von Doko-Live war es möglich, bei der Tischeröffnung die externe IP-Nummer einzugeben. Skat 24 ab Version 2.0 und Doko_Live ab Version 3.01.05 ermittelt selbstständig die externe IP-Nummer. Daher kann ein Tisch aufgemacht werden, wenn folgendes beachtet wird:
Beim Tisch-Aufmachen kommen nicht angeforderte eingehende Verbindungsanfragen an Port 7001 bis 7003. Der Router weiß normalerweise nicht wohin damit. Diese Verbindungsanfragen müssen daher in der statischen Port-Mapping-Tabelle dem Doko-Rechner zugeordnet werden. Diese Konfigurations-Option heisst meist Port-Zuordnung, Port-Umsetzung, Port-Redirect, Virtual-Server, DMZ o.Ä..Hier wird dann eingestellt, daß alle Verbindungsanfragen auf Port 7001, 7002 und 7003 dem Doko-Rechner zugeordnet werden. Es kann jedoch nur ein Rechner im Netz Port 7001-7003 zugeordnet werden. Hieraus ergibt sich, daß zur selben Zeit normalerweise nur ein Rechner einen Tisch aufmachen kann. (Normalerweise ist nicht immer. Es gibt Ausnahmen! Wer sich dafür interessiert, meldet sich am besten per Mail.).
Es empfiehlt sich auf jeden Fall auch TCP-Port 113 dem Doko/Skat-Rechner zuzuordnen. Damit kann die Internet-Anmeldung zum Foyer erheblich beschleunigt werden.
Damit die Port-Zuordnung funktioniert ist es jedoch unbedingt erforderlich, daß der Doko-Rechner immer dieselbe interne IP-Nummer hat. D.h., daß es erforderlich ist, DHCP auszuschalten, um dem Doko-Rechner eine feste IP-Nummer zu vergeben. Alternativ kann statisches DHCP benutzt werden oder es wird der Computer-Name eingetragen. Eine sehr elegante Methode ist hier Port-Triggerung oder Special-Applications. Hier wird der Port 4466 als Trigger eingetragen und die Ports 7001-7003 als eingehende oder incoming Ports eingetragen. Jetzt bekommt der Rechner der sich über Port 4466 anmeldet automatisch die Ports 7001-7003 zugeordnet. Absolut empfehlenswert!
Sollte eine Firewall vorhanden sein, müssen die Ports TCP eingehend 7001 bis 7003 geöffnet sein.
Wenn mehrere Rechner gleichzeitig über einen Router benutzt werden, um Doko zu spielen, kann es manchmal zu Schwierigkeiten kommen. Die verschiedene Router reagieren hierauf etwas unterschiedlich, und da heisst es "Probieren geht über Studieren". Bei D-Link funktioniert es, wenn die Ports unter Virtual Server eingetragen sind, jedoch nicht wenn Special Applikations gewählt wurde.
So eingestellt, kann das Spielevergnügen über einen Router anfangen.
Weitere Software-Router:
ICS von Windows 98/ME. Internet Connection Sharing ist zwar auch ein Software-Router, hat aber leider keine Einstellmöglichkeit für eine statische Port-Mapping-Tabelle. Daher ist es nicht möglich, mit ICS einen Tisch aufzumachen.
ICS von Windows 2000/XP. ICS Win 2000/XP ist ein vollwertiger
Softwarerouter und kann uneingeschränkt für Doko und Skat verwendet
werden. Die Einstellungen werden vorgenommen unter Start -> Einstellungen
-> Systemsteuerung -> Netzwerkverbindungen. Hier klickst Du Deine Internetverbindung
(Evt. DFÜ-Verbindung) mit rechts an und wählst Eigenschaften. Jetzt
ziehst Du die Registerkarte Erweitert. Unten rechts findest Du Einstellungen.
Jetzt hast Du die Registerkarte Dienste. Hier wählst Du Hinzufügen
und gibst folgendes ein:
Oben ein Name z.B. Doko 7001. Darunter die IP-Nummer von dem Rechner, mit dem
Du Doko/Skat spielst. Darunter kommt externe Portnummer 7001 und interne Portnummer
7001. Der Radio-Button bleibt auf TCP. Das wiederholst Du jetzt für 7002
und 7003.
Fritz!web Fritz!web ab 3.04 und Fritz!web DSL sind im Gegensatz zu Fritz!web bis einschliesslich 3.03 vollständige Router. Hier werden die Einstellungen unter Menü -> Einstellungen -> Ports vorgenommen. Hier werden die Ports 7001 bis 7003 dem Doko/Skat-Rechner zugeordnet. Da Fritz!web DSL scheinbar auch eine Firewallfunktion einnimmt, ist es evt. auch nötig, den eingehenden Port 113 dem Doko/Skatrechner zuzuordnen.
Wingate. Wingate ist ein sehr leistungsfähiges Verbindungsprogramm. In der Standard- und Pro-Version arbeitet Wingate mit NAT und Port-Mapping. Hier ist es auch möglich, eine statische Port-Zuordnung auszuführen, und daher ist Wingate geeignet, einen Tisch zu eröffnen.
Um mit NAT zu arbeiten, muss bei Wingate ENS (Extended Networking System = NAT) aktiviert sein. Unter ENS - Properties findet sich die Seite Port-Security. Hier werden unter add die Ports 7001 bis 7003 mit Port-Redirect dem Doko-Rechner zugeordnet.
Trumpet Firesock. Trumpet Firesock arbeitet ebenfalls mit NAT und beherrscht auch statisches Port-Mapping. Die Einstellungen finden sich unter Firesock Rules, und hier müssen mit der Option forward für jeden Port einzeln die Einträge gemacht werden.
Theoretisch müsste es so funktionieren. Ich habe mit Firesock jedoch keinen Tisch aufmachen können.
Winroute. Winroute ist ein sehr übersichtliches Programm, das sich ebenfalls eignet fürs Doko-Spielen. Hier wird unter Port-Zuordnung -> Hinzufügen der Anschlußbereich 7001 - 7003 auf den gewünschten PC gemappt.
Winroute hat auch eine sehr leistungsfähige Firewall. Falls diese aktiviert ist, müssen die Einstellungen entsprechend angepasst werden. Was zu beachten ist, steht unter Firewall.
Hardware-Router:
Intellinet Router. Bei einen Intellinet-Router werden die Einstellungen unter Virtual Server/DMZ mit "Add other Path" vorgenommen.
SMC Barricade. Hier finden sich die Einstellungen unter
Virtual Server. Hier werden die Ports 7001 bis 7003 einzeln unter Service Ports
eingetragen. Die interne IP des Doko-Rechners wird eingetragen unter Server-IP.
Alternativ (und noch eleganter) funktioniert Special Applications. Hier wird
unter Trigger 4466 und unter incoming Ports 7001-7003 eingetragen. Wenn der
Doko-Rechner sich über TCP 4466 im IRC-Chat anmeldet, wird er als Doko-Server
erkannt, und die Ports 7001-7003 werden freigeschaltet. Hier muss nicht mal
DHCP ausgeschaltet sein, denn die Ports 7001-7003 werden für den Rechner
freigeschaltet, der sich über 4466 anmeldet.
D-Link. Die Router von D-Link werden ähnlich wie bei SMC-Barricade eingestellt. Entweder unter Virtual Server oder unter Special Applications.
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